DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Juli 2010

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DB vom 30.07.2010, Heft 30, Seite 1604 - 1610, DB0361565
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Die E-Bilanz: Ein Beitrag zum Steuerbürokratieabbau?

Univ.-Prof. Dr. Lutz Richter / Dipl.-Kffr. Magdalena Kruczynski, beide Trier / Dipl.-Kfm. Christof Kurz, Saarbrücken

Univ.-Prof. Dr. Lutz Richter ist Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Unternehmensrechnung an der Universität Trier; Dipl.-Kffr. Magdalena Kruczynski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an dieser Professur; Dipl.-Kfm. Christof Kurz ist Leiter des Produktmanagements für betriebswirtschaftliche Anwendungen bei der eurodata GmbH & Co. KG in Saarbrücken.

Nach § 5b EStG werden bilanzierende Unternehmen ab dem Vz. 2011 grds. verpflichtet, Bilanzen, GuV und ggf. Überleitungsrechnungen standardisiert elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Die Regelung beinhaltet jedoch nicht nur die Modernisierung des Besteuerungsverfahrens durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie, sondern auch die Festlegung eines Mindestumfangs für die steuerliche Deklaration. Der vorliegende Beitrag analysiert die Verpflichtung nach § 5b EStG und nimmt dazu kritisch Stellung.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Bund-Länder-Vorhaben zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens
  • III. Rechtliche Grundlagen der E-Bilanz
    • 1. Steuerbürokratieabbaugesetz
    • 2. BMF-Schreiben vom 19. 1. 2010
  • IV. Technische Grundlagen der E-Bilanz
    • 1. XBRL als Übermittlungsstandard
    • 2. Elster Rich Client (ERiC)
  • V. Umsetzung des § 5b EStG
    • 1. AG Taxonomie Steuer
    • 2. HGB-Taxonomie als Grundlage des amtlich vorgeschriebenen Datensatzes
    • 3. Praxistest
  • VI. Elektronische Übermittlung
    • 1. Bestandteile der elektronischen Übermittlung
    • 2. Umfang der elektronischen Übermittlung
    • 3. Standardisierung der Inhalte
    • 4. E-Bilanz und der Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung
    • 5. Anwendungszeitpunkt
  • VII. Zusammenfassung

I.Einleitung

Das E-Government , dessen Ziel die Digitalisierung geschäftlicher Prozesse ist, bestimmt seit dem Jahr 2000 als zentrale Regierungsaufgabe die Organisation und die Verfahren innerhalb der Regierung und Verwaltung. Durch den verstärkten Einsatz von Onlineverfahren sollen künftig möglichst alle Transaktionen zwischen Unternehmen, Mitarbeitern der Verwaltung, Bürgerinnen und Bürgern sowie Behörden nur noch elektronisch abgewickelt und auf diese Weise unnötige Bürokratie abgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Informationstechnologie im neu eingeführten Art. 91c GG verfassungsrechtlich verankert .

Die Möglichkeiten der Informations-

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