DER BETRIEB
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Stand: November 2009

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Abbruch- und Entsorgungskosten als Herstellungskosten von ortsgebundenen Folge...
DB vom 13.11.2009, Heft 46, Seite 2445 - 2451, DB0338595
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Abbruch- und Entsorgungskosten als Herstellungskosten von ortsgebundenen Folgeinvestitionen

WP/StB Klaus-Dieter Witteler / WP/StB Dr. Stefan Lewe, beide Frankfurt/M.

WP/StB Klaus-Dieter Witteler ist Partner der Pricewaterhouse Coopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt/M.

WP/StB Dr. Stefan Lewe ist Manager im Bereich Accounting Services-National Office der PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt/M. Die Autoren stellen ihre persönliche Meinung dar.

Ortsgebundene Folgeinvestitionen in Infrastrukturnetze setzen stets den Rückbau technisch oder wirtschaftlich verbrauchter Anlagen voraus. Die Ausgaben, die für den Abbruch und die Entsorgung des Abbruchmaterials anfallen, sind unter bestimmten Voraussetzungen Herstellungskosten der neu geschaffenen Anlage. Restbuchwerte der abgebrochenen Anlage sind hingegen stets als Verlust aus Anlagenabgang aufwandswirksam zu erfassen.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Ortsgebundene Folgeinvestitionen
  • III. Begriff der Herstellungskosten
  • IV. Abbruchkosten und Restbuchwerte in der Rspr. des BFH
  • V. Handelsrechtliche Behandlung der Abbruch- und Entsorgungskosten
    • 1. Zeitraumbezug der Herstellung
    • 2. Verfolgung eines weiterreichenden Ziels
    • 3. Enger wirtschaftlicher Zusammenhang bzw. zwangsläufiges Anfallen von Ausgaben
    • 4. Leisten der Ausgaben für Zwecke der Herstellung
    • 5. Abbruch- und Entsorgungskosten als handelsrechtliche Herstellungskosten
  • VI. Handelsrechtliche Behandlung der Restbuchwerte
  • VII. Bilanzierung von Abbruch- und Entsorgungskosten nach IFRS
    • 1. Herstellungskostenbegriff nach IFRS
    • 2. Abbruch- und Entsorgungskosten
  • VIII. Zusammenfassung
    • 1. Bilanzierung von Abbruch- und Entsorgungskosten nach HGB
    • 2. Bilanzierung von Abbruch- und Entsorgungskosten nach IFRS

I.

Einleitung

Ortsgebundene Folgeinvestitionen werden regelmäßig von Unternehmen durchgeführt, die Infrastrukturnetze (z. B. Verkehrswege, Abwasser- und Leitungskanäle) betreiben. Ortsgebunden sind diese Maßnahmen, wenn der weitere Betrieb des Netzes nur durch eine Investition an Ort und Stelle einer bereits bestehenden, technisch oder wirtschaftlich verbrauchten Anlage sichergestellt werden kann. Im Rahmen einer solchen Investitionsmaßnahme fallen stets Abbruchkosten für die alte Anlage an. Da die ausgebauten Abbruchmaterialien i. d. R. entsorgt werden müssen, weil sie nicht einfach zum Verbleib auf benachbarte Grundstücke verbracht werden können, gehören zu den Abbruchkosten im weiteren Sinne auch Entsorgungskosten, d. h. Transportkosten des Abbruchmaterials zur Deponie, ggf. anfallende Kosten für Dekontamination sowie die Deponiekosten . Fraglich ist, unter welchen

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Version: rc-3.1.24881 (Handelsblatt Fachmedien_DB)
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