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Stand: September 2008

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Anspruch des veräußerungswilligen Gesellschafters auf Durchführung einer due d...
DB vom 05.09.2008, Heft 36, Seite 1955 - 1961, DB0298589
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Anspruch des veräußerungswilligen Gesellschafters auf Durchführung einer due diligence durch den Erwerbsinteressenten?

RA Dr. Werner Mielke / RA Danielle Molz, Frankfurt/M.

Dr. Werner Mielke ist Partner der Sozietät GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten in Frankfurt/M.

Danielle Molz ist dort als Rechtsanwältin tätig.

Die Durchführung einer due diligence, d. h. die eingehende Prüfung einer Zielgesellschaft, ist heute bei M&A-Transaktionen allgemein üblich. Unterbleibt eine due diligence im Vorfeld einer Transaktion, können die geschäftsführenden Organe des Erwerbers auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, wenn die Anteilsübertragung letztlich zu erheblichen Verlusten geführt hat. Der Gesellschafter kann seinen Gesellschaftsanteil also faktisch nur dann veräußern, wenn eine due diligence stattfindet. Der Beitrag untersucht die Ansprüche des Gesellschafters auf Durchführung einer due diligence.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Zuständigkeit für die Gestattung einer due diligence
    • 1. Gestattungsmöglichkeit des veräußerungswilligen Gesellschafters aufgrund seines eigenen Auskunfts- und Einsichtsrechts?
    • 2. Organzuständigkeit und Mehrheitserfordernisse
  • III. Zulässigkeit und Schranken für die Durchführung einer due diligence
    • 1. Aktiengesellschaft
    • 2. GmbH
  • IV. Anspruch des veräußerungswilligen Gesellschafters auf Gestattung einer due diligence
    • 1. Aktiengesellschaft
    • 2. GmbH
  • V. Zusammenfassung

I.

Einleitung

Die Durchführung einer due diligence, d. h. die eingehende Prüfung einer Zielgesellschaft, ist heute bei M&A-Transaktionen allgemein üblich. Ursprünglich stammt das Institut der due diligence aus dem angloamerikanischen common law und geht auf den dort geltenden Grundsatz „caveat emptor“ zurück , nach dem es allein die Angelegenheit des Käufers ist, sich ein Bild von dem Kaufgegenstand zu machen, sodass er regelmäßig eine gründliche Untersuchung des Kaufgegenstandes durchführt, bevor er einen Kaufvertrag abschließt . Inzwischen hat es sich, wenngleich das deutsche Recht keine Regelung kennt, die mit dem Prinzip des „caveat emptor“ vergleichbar ist, auch in Deutschland etabliert und stellt auch hierzulande einen festen Bestandteil des M&A-Geschäfts dar .

Die due diligence dient dabei mehreren Zielen

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Version: rc-3.1.24881 (Handelsblatt Fachmedien_DB)
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