Der Betrieb
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: April 1998

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Erwerb eines Fertig-Wochenendhauses - Transport auf gepachtetes Grundstück - K...
DB vom 10.04.1998, Heft 15, Seite 760, DB0080823
Der Betrieb > Steuerrecht > Grunderwerbsteuer > Entscheidung

Erwerb eines Fertig-Wochenendhauses - Transport auf gepachtetes Grundstück - Kein grunderwerbsteuerpflichtiger Vorgang

Ein transportfähiges Gebäude, das noch auf einen Aufstellplatz zu verbringen ist, kann nicht nach den für Grundstücke entwickelten Grundsätzen zum einheitlichen Leistungsgegenstand als Gebäude auf fremdem Boden i.S. des § 1 Abs. 1 Nr. 1 i.V. mit § 2 Abs. 2 Nr. 2 GrEStG 1983 erworben werden.

BFH, Urteil vom 28.01.1998 – II R 46/95
NORMENKETTE

GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 2 Abs. 2 Nr. 2

Artikel-Inhalt

  • Sachverhalt
  • Entscheidungsgründe

Sachverhalt

Die Klägerin zu 1 erwarb zusammen mit ihrem Ehemann ein Wochenendhaus. Das Haus sollte auf einem vorher festgelegten, 295 qm großen Platz in einem als Feriengebiet ausgewiesenen Gelände aufgestellt werden, den der Verkäufer den Eheleuten für 25 Jahre verpachtet hatte. Die Beteiligten streiten darüber, ob die Eheleute damit ein Gebäude auf fremdem Boden erworben haben. Das bereits fertige Haus mit einer Wohnfläche von 46,87 qm wurde auf einem Tieflader angeliefert, auf mitgeführten Rädern an seinen endgültigen Ort geschoben und nach Entfernung der Räder auf lose ins Erdreich gelegte Ziegelsteine gestellt. Es ist an alle Ver- und Entsorgungsleitungen wie Strom, Wasser, Kanalisation und Telefon angeschlossen. Die Genehmigung für das Bauvorhaben hatte bereits der Verkäufer eingeholt. Das FA zog die Eheleute wegen des Erwerbs eines Gebäudes auf fremdem Boden zur GrESt. heran. Dabei hatte es die Gegenleistung um 15 v.H. im Hinblick auf nicht der Steuerpflicht unterliegendes Inventar

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Version: rc-3.1.24092 (Handelsblatt Fachmedien_DB)
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